G 2 G

Verigo/G2G

Allgemeines

Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik innerhalb der öffentlichen Verwaltungsstellen wird als G2G-Modell (Government to Government) bezeichnet. Es ist neben den G2C- und G2B-Modellen dasjenige Modell, dass am wenigsten Außenwirkung zeigt, aber von grundlegender Bedeutung für ein einheitliches und effektives E-Government ist.

Funktionsweise

Hauptanwendungsfeld für G2G ist vor allen Dingen die Zusammenarbeit zwischen und innerhalb den staatlichen Stellen.

Der Datenaustausch beispielsweise zwischen Bundeszentralregister und anderen Behörden ist eine typische G2G-Anwendung. Die automatisierte Datenübertragung zur Bearbeitung eines Antrags einer Behörde auf Erteilung eines Führungszeugnisses nach § 31 BZRG wird immer mehr zum alltäglichen Vorgang. Denn bei ca. 40.000 Auskunftsersuchen, die täglich beim Bundeszentralregister eingehen, ist hier die elektronische Datenverarbeitung nicht nur hilfreich sondern unerlässlich.

Aber auch der Aspekt der innerbehördlichen Verwaltung fällt unter den Begriff G2G, etwa das behördeninterne Intranet oder die Kommunikation zwischen einzelnen Abteilungen. Das Intranet erfüllt dabei den Zweck des behördeninternen Wissensabrufs (Formblätter, Dateien, Arbeitsvorgänge, Fachanwendungen). Beispielhaft ist für diese Anwendung das Intranet der Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen (NRW). Auf dieses System kann von 35.000 Arbeitsplätzen zugegriffen werden. Es bietet die Möglichkeit für die Mitarbeiter, sich in ca. 50 Diskussionsforen auszutauschen, beantwortet organisatorische Fragen und gewährt Zugang zu verschiedenen Online-Datenbanken.

Bedeutung für modernes Verwaltungshandeln

G2G senkt die Transaktionskosten, spart Transaktionszeit und erhöht somit die Produktivität der Behörden. Allerdings ist die Gefahr von sogenannten Medienbrüchen in den Behörden besonders groß. Wird etwa ein Antrag einer Privatperson auf Erteilung eines Führungszeugnisses für private Zwecke nach § 30 Abs. 1 und 2 BZRG elektronisch eingereicht, aber dann vom zuständigen Beamten ausgedruckt, in Papierform weiterverarbeitet und postalisch beantwortet, läuft das E-Government-Konzept ins Leere. Die Umgestaltung der behördlichen Bearbeitungsprozesse ist demnach zwingende Grundlage für effiziente G2C- oder G2B-Anwendungen.

Links

Anfragen und Mitteilungen zur Registerbehörde per elektronischer Datenübermittlung beim BZRG

Bund.de, Angebote für Verwaltung und Institutionen

E-Government-Glossar des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)